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"CDEAL: Carbon dioxide elimination by using acid mine lakes and calcium oxide suspensions"

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CDEALs Konzept soll die Reduzierung von CO2 Emissionen und die Behandlung von sauren Grubenwässern kombinieren. Im Lausitzer Bergbaurevier hat der intensive Bergbau im zurückliegenden Jahrhundert riesige Mengen von Flugaschen, Carbonat- und Eisenschlämmen (aus der Behandlung des sauren Grubenwassers) produziert, die sich nun in den verlassenen und gefluteten Tagebauen wieder finden. Einer dieser früheren Tagebaue ist der saure Restsee Burghammer, der in seinem Seesediment große Mengen dieser eingebrachten Substanzen enthält. Eine Behandlung der Sedimente und des Wassers im Restsee Burghammer mit CO2 durch Carbonationen scheint nach ersten Untersuchungen thermodynamisch möglich. Kinetische Aspekte, die realen Verhältnisse der Phasen im See und die technischen Aspekte der Dosierung, des Mischens, der Ausfällung und der Ausfällung des Carbonats werden im Projekt untersucht. CDEAL verwendet saure Wässer aus Restlochseen der Braunkohlengewinnung in Verbindung mit CaO aus Kraftwerksaschen sowie Eisenhydroxide aus der Grubenwasseraufbereitung. Weil das CaO in der Kraftwerksasche nur geringfügig mit den säurebildenden Edukten im See reagiert, kann der vorhandene CaO Überschuss verwendet werden, um mit CO2 zu CaCO3 und dem Fe(OH)3 zu FeCO3 zu reagieren. Die allgemeinen Reaktionsmechanismen für ein Metalloxid MO oder den Metall-Oxihydraten M(OH)3 sind wie folgt:



Thermodynamisch sind die Möglichkeiten für eine Carbonatausfällung (Sättigung) gegeben, wenn z.B. das Produkt der Calcium- und der Carbonataktivitäten die temperaturabhängige Konstante Ksp erreicht. Die starke pH-Abhängigkeit der Entstehung von Carbonationen in der Lösung erfordert für die Carbonatausfällung neutrale oder basische pH-Werte. In einem sauren Grubenwasser mit einer erhöhten Calciumkonzentration wird eine Basentitration zu einer Calcitsättigung führen, sofern das Kohlendioxid Gleichgewichtskonzentrationen erreicht. Carbonatausfällung vermindert die Metall- und Carbonatkonzentration, solange die Sättigung aufrechterhalten wird. Die gelöste anorganische Kohlenstoff-Konzentration (DIC) nimmt dabei zu, während die Ca-Konzentration abnimmt. Dies belegt das hohe Potential von sauren Seen für die Aufnahme von CO2 ins Wasser, sofern die Behandlung mit der Neutralisation des Wassers verbunden wird. Der natürliche pH-Puffer Bicarbonat wird dem Wasser zugeführt und verbessert somit die chemische Zusammensetzung und das biologische Potential. Solche Ausfällungen von Carbonaten sind in Seen ein häufiger, natürlich auftretender Prozess. Er tritt oftmals dann auf, wenn es aufgrund eines höheren Nährstoffangebots im See zu einer gesteigerten Primärproduktion kommt und in dessen Folge der pH-Wert ansteigt. Die A Ausfällungen machen sich als ein carbonathaltiger Schlamm bemerkbar. Während des Ausfällungsprozesses werden am Seeboden sehr feine weiße Calcitkörner sedimentiert, die durch Co-Präzipitation und Adsorption zur Eliminierung weiterer Wasserinhaltsstoffe beitragen.

 

 



© B. Merkel, 03.11.2006 http://www.geo.tu-freiberg.de/~schipek/CDEAL/Projektziel.html
 
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