Betrachtungen zu Regler und Lichtmaschine ========================================= Zur Regelung der Ausgangsspannung eines Generators zunaechst ein paar Vorbemerkungen: Vom Fahrrad her bekannt ist der Dynamo, der bekanntlich ueber einen Rotor mit Permanentmagneten, also mit konstantem Mag- netfeld verfuegt. Mit zunehmender Drehzahl des Dynamos steigt hier die Ausgangsspannung proportional an. Die Ausgangsspannung eines Generators kann aber auch, bei konstanter Drehzahl, durch ein veraenderliches Magnetfeld veraen- dert werden. Eine Erhoehung des Magnetfeldes bewirkt dabei eine proportionale Zunahme der Ausgangsspannung, eine Schwaechung des Magnetfeldes hingegen bewirkt eine Absenkung der Ausgangs- spannung. Um dem Effekt der erhoehten Ausgangsspannung bei Drehzahlzu- nahme entgegenzuwirken, verfuegen Lichtmaschinen in der Regel ueber eine sogenannte Erregerwicklung die auf dem Rotor sitzt. Hier wird das Erreger-Magnetfeld durch diese Spule erzeugt. Das Magnetfeld ist hierbei proportional zur Hoehe der Erregerspannung. Dadurch ist es moeglich, bei langsam laufendem Generator durch eine hohe Erregung, also ein starkes Erreger-Magnetfeld, eine ebenso hohe Ausgangsspannung zu erziehlen wie bei schnell laufendem Generator und niedriger Erregeung, also einem schwa- chen Magnetfeld. Der Regler verfuegt ueber zwei Kontakte. Der eine Kontakt, ein Oeffner, wird von einigen Windungen dicken Kupferlackdrahtes umgeben. Dieses ist der Ueberstromschalter. Dieser schaltet nur dann, wenn der Strom, der von der Lichtma- schine kommt, zu gross wird. Deshalb muss dieser Kontakt im Grunde immer geschlossen sein, sonst ist sowieso etwas faul und zwar nicht im Staate Daenemark. Hier hatte ich schon einmal das Problem, das der eine Loetan- schluss dieser Spule sich losvibriert hatte, was auch zu unerklaer- lichen Batterie-Ladeproblemen gefuehrt hatte. Die andere Spule mit dem Umschaltekontakt, ist die Spannungs- regelspule. Sie wird durch die zusaetzliche Plusleitung von der Doidenplatte gespeist, dadurch ist ihr Feld und damit die, auf den Anker/Kontakt ausgeuebte Kraft direkt proportional zu der Ausgangs- spannung der Lichtmaschine. Solange der Motor im Standgas laeuft befindet sich der Kontakt in der Ruhestellung, wie bei stehendem Motor. Dieses ist die Stellung, bei der die hoechste Erregung an der Rotorspule erzeugt wird, da die gesamte Ausgangsspannung der Lichtmaschine direkt an den Rotor geleitet wird um dort ein moeglichts grosses Magnetfeld zu er- zeugen. Steigt jetzt die Motordrehzahl an, so steigt auch die Ausgangs- spannung der Lichtmaschine. Bei ueber 13V Ausgangsspannung geht der Kontakt in Mittelstellung, dabei wird ein Widerstand vor die Statorwicklung geschaltet und damit die Spannung an dieser gesenkt, was auch zu einem Absenken der Erregeung und damit zu einer niedrigeren Ausgangsspannung fuehrt. Steigt die Drehzahl nun noch weiter an, so kippt der Kontakt gegen den anderen, fest- stehenden Kontakt. Dadurch wird das Erregerfeld nun gaenzlich ab- geschaltet. Dieses muss spaetestens bei Erreichen einer Ausgangs- spannung von 14,4V passieren, da die Batterie sonst ueberladen wird. Normalerweise kippt pendelt der Kontakt aber nur zwischen voller und teilweiser Erregung, also zwischen Ruhe- und Mittelstellung. Ueber die Vorspannung der kleinen Blattfeder, die den beweglichen Teil des Kontaktes mit dem Joch des Reglers verbindet, wird uebrigens die Regelcharakteristik eingestellt. Hieran zu manipulieren kann aber zu unschoenem Regelverhalten fuehren. Bei mittleren Drehzahlen, sollte der Konakt normalerweise in Mittel- stellung stehen, ist dieses nicht der Fall ist die Spannung an der Spannungsspule zu messen. Ist diese Spannung so bei 13,5V, ist der Regler verstellt, ist sie niedriger, stimmt etwas mit der Erregung der Lichtmaschine nicht. Es kann aber auch passieren, dass der Vorschaltwiderstand defekt ist, dann klappert der Regleranker bei hohen Drehzahlen immer zwischen dem angezogenen und abgefallenen Zustand hin und her. Pruefen kannst Du das, indem du zwischen den geschlossenen Ruhekontakt einen Papierstreifen legst. Die Erregung muss dann ueber die Vorschaltwider- staende erfolgen. Bei Leerlauf wird jetzt die Ladekontrolleuchte auf- leuchten, wird aber bei steigender Motordrehzahl dunkler werden. Ist dieses nicht der Fall, sondern leuchtet die Ladekontrolleuchte konstannt hell auf, so ist der Widerstand defekt. Die Kontakte des Reglers sollten darueberhinaus auch tunlichst nicht verschmort aussehen, sonst ist der Regler auch nicht in Ordnung. Info Foege Originale Nachricht im Archiv: http://mailhost.rz.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/wa?A2=ind0205&L=mz-ges-l&F=&S=&P=83812