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Uranium, Mining and Hydrogeology VI



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Uranium Mining and Hydrogeoloy VI

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Workshops UMH I

Arbeitsgruppe 1: Grenzen von Monitoring - und Kontrollsystemen, Sanierungskosten, wissenschaftlicher Austausch & Transfer zur Öffentlichkeit.

Leitung: Paul Robinson

In diesem Workshop mit der größten Beteiligung führten die Vertreter von Wissenschaft, Behörden und ökologischen Vereinen unter Leitung von Paul Robinson eine rege Diskussion. Ein Diskussionspunkt war die Notwendigkeit der Festlegung von einheitlichen bzw. vergleichbaren Grenzwerten und Richtlinien als Grundlage für eine effektive und vor allem kostengünstige Sanierung der Rückstände des Uranbergbaus. Das Fehlen verbindlicher Grenzwerter behindert die Sanierungsarbeit, da die Planer keine konkreten Ziele haben. Amerikanische Grenzwerte können nicht immer hinzugezogen werden, da sich die Altlasten in Europa in dichtbesiedelten Gebieten befinden. In bisherigen EU Wasserqualitätsrichtlinien fehlen z.B. Grenzwerte für Uran und Radium.

Die Länderregierungen müssen Standards setzen, die auf der Landnutzung basieren und die Wohngegenden nahe den Altlasten des Uranbergbaues sowie die extensive zukünftige Grundwassernutzung einschließen. Obwohl die Grenzwerte auf Grundlage der menschlichen Gesundheitsgefährdung Risiko-basierten Grenzwerten sehr ähnlich sind, muß eine Grenzwertfindung letzlich auf der Gesundheitsgefährdung basieren. Für die Klärung dieser Frage sind die Politker verantwortlich, die letztendlich auch durch den Kalten Krieg die Problematik verursacht haben.

Die Lösung des Problems erfordert das Verständnis seiner Tragweite in Bezug auf Risiken für Menschen und Ressourcen inklusive Wasser und ökologische Systeme, wobei die Sanierung in Relation zu diesen Risiken stehen muß. Die Sanierungsprioritäten müssen an Hand der konkreten Risiken aufgestellt werden, die an den Standorten aus der ehemaligen Landnutzung hergeleitet werden.

Nach Schätzung der Kosten und nach fundierter Umweltbewertung sollte mit der Sanierung begonnen werden und nicht das Problem bis ins Unendliche studiert und analysiert werden. Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, daß durch eine öffentliche, internationale Ausschreibung sämtlicher Leistungen (Planung, Überwachung und Ausführung) bessere Ergebnisse bei gleichzeitig geringeren Kosten erreicht werden.

Die Weiterführung der Wismut als Sanierungsgebiet ist also nach Auffassung vieler Diskussionsteilnehmer ein teurer und keineswegs optimaler Weg. Der wissenschaftliche Austausch und die öffentliche Diskussion müssen verstärkt werden. Dazu gehört eine Politik der offenen und vorurteilsfreien Information. Ein Schritt in diese Richtung wurde mit dieser Konferenz versucht und erreicht.

 



© A. Berger, 17.05.2010 http://www.geo.tu-freiberg.de/umh/UMHI_Workshop1d.htm
 
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