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4. Tag - Phalaborwa Mine

 
     
 

Tagesablauf


Nachdem wir eine Nacht mit Alpträumen über Malariamücken hinter uns gebracht hatten, hieß es am Morgen wieder mal pünktlich aufstehen, denn wir hatten einen Besichtigungstermin bei der Palabora Mining Company (PMC).

Der Abschied vom Zeltplatz fiel uns nicht schwer, denn er lag im Stadtzentrum von Phalaborwa und rangierte in der Schönheits- und Ausstattungsliste tief unten. Wir erreichten wie immer pünktlich den Treffpunkt und wurden von einem freundlichen schwarzen Fahrer mit einem Bus auf das streng bewachte Firmengelände gefahren, wo wir eine kurze Einweisung in die Geologie, und das Verhalten im Betrieb erhielten.

Anschließend stand eine Betriebsbesichtigung an, bei der wir vom Abbau über die Aufbereitung bis hin zur Herstellung von Rohprodukten die Arbeitsweise der Minengesellschaft erklärt bekamen. Die mineneigene Tourleitung erwies sich dabei als wenig sattelfest.

 

Geologie


Zur Geologie läßt sich sagen, daß der kupferführende Karbonatit von Phalabora (nördlicher Transvaal) eine altproterozoische (2030 Mioa) komplexe Intrusion in archaischen Granitgneisen, mit elliptischer Form und 2 intrusiven Zentren darstellt.

Das nördliche Zentrum besteht aus einem Olivin-Vermicullit-Pegmatoid und ist die Basis der weltweit zweitgrößten Vermicullitgewinnung. Das südliche Zentrum besteht aus Karbonatit mit Apatit ("Phoscorit") und Kupfererz. Die Vererzung ist z.T. mit ringförmig gebändertem Karbonatit verbunden, z.T. mit jüngeren, quergreifenden Karbonatitkörpern und -gängen vergesellschaftet. Damit ist eine Entstehung aus fluidreichem karbonatitischem Magma gesichert. Nach außen folgen auf den Karbonatit ringförmige Zonen mit Pyroxen-Vermicullit-Pegmatoid, Pyroxenit (die Hauptmasse) sowie randlicher, fenitischer Syenit.

Der Kupferkörper ist schlotförmig ausgebildet und soll bis in eine Tiefe von ca. 775m im Tagebau und darunter im Tiefbau gewonnen werden. Der Kupfergehalt ist mit ~0,5% zwar niedrig, doch zusammen mit beträchtlichen Mengen von Nebenprodukten (Magnetit, Zirkonoxyd, Hafnium, Uran, Gold, Silber und Platinmetalle) ist ein wirtschaftlicher Betrieb gegeben. In einem benachbarten Tagebau wird Apatit gewonnen.

Auf dem Weg zum Lunch sowie in einem Videovortrag betonte die Tourleitung immer wieder die "Natur- und Menschenverbundenheit" der Minengesellschaft und siehe da, alle konnten auf dem Firmengelände den "werkseigenen" Elefanten ablichten. Nach einem eher kargen Mahl verließen wir die Mine und versorgten uns in der Stadt mit lebensnotwendigen Dingen (Castle, Black Label, ...) und fuhren Richtung Westen nach Letsitele, wo uns wieder ein exzellenter "Aventura Eco"-Campingplatz mit swimming pool und anderen Annehmlichkeiten erwartete.

 

 
 

Sascha Bach

 
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