Technische Universitaet Bergakademie Freiberg
Zeigt eine druckbare Version dieser Seite an FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen Recherchen im lokalen Informationsangebot und im Internet Stadtplan von Freiberg mit dem Campus der TU BAF Telefon- und E-Mail-Verzeichnis der TU BAF Stiftung Technische Universitaet Bergakademie Freiberg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der TU BAF Eine Seite zurück (Javascript)
Verschiedene Links




Geologie erleben: Mit dem Eisbrecher in die Arktis
Homepage TU BAF


Home

Schüler
Geowissenschaften erleben
Berufsaussichten
Info zum Studium
Info für Lehrer
Sommeruniversität
FAQ

Studenten (BSc/MSc)
DPO/STO
Vorlesungsverzeichnis
Tutorenprogramm
Fachschaftsrat
Lehrveranstaltungen
Qualifizierungsarbeiten
Aktuelle Praktika
Auslands-Exkursionen
Scientific Diving
Online Lernen
Jobs
Mail-List
Sonstiges

Doktoranden (PhD)
General Info
Specific Info

News
Aktuelle Termine
Stullenseminare
Geo-Kolloquium

Mitarbeiter
Unser Team
Interne Infos
Mail-Liste
Webmail

Forschung
Aktuelle Projekte
Allgemeine Geologie
Erdöl/Kohle/Gas
Hydrogeologie
Paläontologie
Tektonophysik
Fernerkundung

Geostandort Freiberg
Fakultät 3
Geocentrum Freiberg
IÖZ
Geoökologie
GUPF

Dienste
Labore
Sammlungen
Downloads

Recherchen
Publikationen
Interne Literatur-DB
Diplomarbeiten
Dissertationen
Uni-Bibliothek
Links
Impressum

Alumni/Ehemalige
Verzeichnis

Förderverein
Informationen

Suche

Aktuelle Termine der Geologie als RSS-Feed



 
von Bernhard Fürst

Im Eis fest Mit einem langgezogenen Typhon-Signal, das weit über den Fjord von Murmansk tönt, verläßt am 1. Oktober 1995 die "Kapitan Dranitsyn", einer der konventionell betriebenen gigantischen russischen Eisbrecher der Sorokin-Klasse, ihren Heimathafen. An Bord: 50 Wissenschaftler aus 4 Ländern, die zusammen mit 70 Besatzungsmitgliedern im Rahmen eines russisch-deutschen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell geförderten Verbundvorhabens nun schon zum dritten Mal gen Laptev-See in die sibirische Arktis dampfen. In den nächsten 4 Wochen wollen die Ozeanographen, Geologen, Biologen, Meteorologen und Eisphysiker das "freeze-up" - das Zufrieren des Meeres - in der sogenannten "Eisfabrik" des Arktischen Ozeans studieren. Mit dabei: Ein Forscherteam der Bergakademie Freiberg, dem zwei Studenten der Geologie angehören.

Die Laptev-See

Auf dem Eis der Laptevsee gilt als bedeutendster Ursprungsort der großen nordpolaren Eismassen, die durch die "Transpolardrift" bis in den Nordatlantik vordringen und damit das Klima in Europa nachhaltig beeinflussen. Die Erforschung dieser Region und der dortigen Naturereignisse in Vergangenheit und Gegenwart ist ein wichtiger Beitrag zur Klimaforschung.

Der Zeitpunkt

dieser Reise ist genauso ungewöhnlich wie das Wetter, welches die Forscher erwartet. Es ist normalerweise die Zeit, in der die Northern Sea Route, die wichtige nördliche Verbindung nach Fernost, unpassierbar wird und sich selbst die starken russischen Atomeisbrecher zurückziehen müssen. Der "Kapitan Dranitsyn" dagegen begegnet bei ihrer Fahrt durch Barentsee, Kara-See und die gefürchtete Meeresenge von Wilkitsky keine einzige Eisscholle. Als dann bei 80°10´ nördliche Breite endlich die ersten Eisberge auftauchen, können die Stationsarbeiten beginnen. Das bedeutet harte und konzentrierte Arbeit an Deck und auf dem Eis, um den mit 6 Stunden viel zu kurzen Tag optimal nutzen zu können. Meeresbiologen mit dem Endoskop Die Geologen setzen schwere Bohrgeräte ein, mit denen vom Meeresgrund Sedimentkerne entnommen werden, währenddessen die Biologen mit Foto- und Videotechnik dem Leben auf dem Meeresgrund und unter dem Eis zu Leibe rücken. Zur Kontrolle von Radar- und Satellitensystemen unternehmen Physiker Hubschrauberflüge und Eisforscher untersuchen Sedimenteinträge genauso wie durch Menschenhand verursachte Kontaminationen.

Die Nacht

gehört dann vor allem den russische Ozeanographen und Freiberger Meeresgeologen, die mit elektronischen Sonden Datenprofile zwischen Wasseroberfläche und Meeresgrund aufnehmen. Dabei wird unter anderem eine in 15 bis 20 m Tiefe "schwebende" Warmwasserlinse entdeckt, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem späten Zufrieren der Laptev-See steht.

Das Bordleben

kommt neben der Arbeit natürlich nicht zu kurz. Ob zum Plausch in der Bar oder Sauna, dem Bergfest im Hubschrauberhangar oder dem Fußballturnier auf der Eisscholle - Anlässe zum Zusammensein und Feiern gab es einige. Und so mancher spülte mit gutem Wodka die kalten Winde des Tages weg, als hätte er einen Orkan durchlebt. Insgesamt wird die Expedition von den Forschern als sehr erfolgreich angesehen. Allein auf deutscher Seite wurden über 2000 Proben genommen, die nun in den Labors in Kiel, Bremerhaven, Potsdam, Heidelberg und Freiberg analysiert und bearbeitet werden.

Nachtrag

Mittlerweile (4. Quartal 1999) fanden drei weitere Expeditionen ins Eis der Arktis statt. Insgesamt konnten 6 Freiberger Studenten an diesen 6 Expeditionen teilnehmen.

Bilder: Martin Antonow

Hier noch einige Links zum Thema:

 



© webmaster@mail.geo.tu-freiberg.de, 04.12.2000 http://www.geo.tu-freiberg.de/schueler/icebreaker/index.html
 
Weitere Links
Veranstaltungen an der TU BAF: Übersicht Jobportal, Stellenausschreibungen und Stipendien an der TU BAF Universitätsrechenzentrum Alles über die Universitätsbibliothek Vorlesungsverzeichnis StuRA Informationen zur Region Freiberg Speiseplan der Mensa Rundum-Betreuung für Studenten: das Studentenwerk Informationen über das einzige Lehrbergwerk Deutschlands Übersicht über die Sammlungen an der TU BAF