Krebse

Ähnlich wie die Ringelwürmer haben die Gliederfüßer (Arthropoden) einen gegliederten Körper. Allerdings sind hier die Stummelfüße durch Extremitäten ersetzt, die verschiedene Formen und Funktionen haben können. Charakteristisch für diese Gruppe ist das Außenskelett aus Chitin, welches den ganzen Körper umhüllt und das periodisch abgestoßen werden muss da es nicht mit dem Körper mit wächst. Mit über 800000 bekannten Arten ist dieser Stamm der größte im Tierreich und umfasst 9 Klassen von denen hier nur eine dargestellt werden soll.

Krebse (Crustacea)

Diese Arthropoden leben vorwiegend im Wasser und atmen mit Kiemen. Sie sind durch zwei Antennenpaare und zweiästige Extremitäten (Spaltbeine) gekennzeichnet. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, in denen zum Beispiel Hautatmung die Kiemen ersetzt oder die Spaltbeine zu Mundwerkzeugen umfunktioniert sind. Die Größe der Krebse reicht von winzigen planktischen Formen bis hin zu solchen mit meterlangen Beinen (Japanische Riesenkrabbe). Sie besiedeln alle Meere von der Uferzone bis hin zu großen Tiefen. Die Klasse umfasst 25000 Arten.

 

 

Schildseepocke (Cheloniba testudinaria)

 - Rankenfüßer mit runder bis ovaler Basis, 1,5 bis 2,5 cm Durchmesser

 - abgeflachte Schale aus 6 weißen, glatten Platten

 - vor allem auf Seeschildkröten und Treibgut

 

 

Augenfleck-Einsiedlerkrebs (Paguristes oculatus)

 - bis 4 cm

 - ziegelrot bis rotbraun, Augenstiele gelborange, Antennen rot

 - Scheren annähernd gleich groß mit violettem Fleck an der Innenseite

 

Kleine Seespinne (Maia verrucosa)

 - Krabbe, bis 16 cm lang

 - schwach gewölbtes Rückenschild mit seitlichen Stacheln

 - in Algenbeständen des Flachwassers, meist stark mit Algen getarnt

 

 

Kerbkrabbe (Xantho incisus incisus)

 - Krabbe, sehr ähnlich der Steinkrabbe (Xantho poressa)

 - ausgeprägte Furchen auf dem hinteren Teil des Rückenschilds

 - kräftige Scheren mit schwarzbraunen Fingern

 

 

Kugelkrabbe (Ilia nucleus)

 - Rundkrabbe, 3 cm breites und annähernd genauso langes Rückenschild

 - lange Scherenbeine, Scheren schmal und schnabelförmig langgezogen

 - ab 5 m auf Schlamm- und Algenböden aber meistens erst tiefer (40 - 80 m)

 

 

Bunter Furchenkrebs (Galathea strigosa)

 - Springkrebs, meist mindestens 6 cm lang

 - Laufbeine und Scheren stark beborstet

 - in Tiefen um 20 m

 

Europäischer Hummer (Homarus gammarus)

 - 35 cm oder größer, sehr kräftige Scheren (eine Knack- sowie eine Greifschere)

 - glattes, gelbes Rückenschild, verschieden stark blauschwarz marmoriert

 - in Tiefen um 25 m

 

Kleiner Bärenkrebs (Scyllarus arctus)

 - gedrungen, bis 14 cm Länge, auf steinigem Sand ab 3 m Tiefe

 - rötlichbraun, auf dem Hinterleib rote Querstreifen

 - 2. Antennenpaar zu mehrfach geklappten Schildern geformt

Sägegarnele (Palaemon serratus)

 - Felsengarnele, Körper durchsichtig, gelblich

 - braune bis violette Bänderung auf dem Körper, an den Extremitäten blau

 - im seichten Felslitoral, meidet die direkte Brandungszone

 

Schwebgarnele (Leptomysis spec.)

 - 9 bis 12 mm Länge, treten in Schwärmen auf

 - oft im Schutz von Wachsrosen (Anemonia sulcata)

 - bis 8 m Tiefe