Der Stamm der Schwämme (Porifera) umfasst eigenartige, pflanzenähnliche Vielzeller ohne echte Organe und Gewebe. Obwohl eine der ältesten Tiergeschlechter, wurde ihre Zugehörigkeit zum Tierreich erst im 19. Jahrhundert nachgewiesen. Heute kennt man etwa 5000 Arten, die in einer außerordentlichen Vielfalt ab der Uferzone bis in große Tiefen vorkommen. Größe, Form und Farbe der stets festsitzenden Organismen stellen zwar die auffälligsten Unterschiede dar, aber die Grundlage der Systematisierung sind im Wesentlichen die Skelette, die die meisten Poriferen besitzen. Sie bestehen aus einfachen oder meist sehr regelmäßig verzweigten Nadeln, die man auch als Skleren bezeichnet. Hornschwämme bilden weiterhin ein Gerüsteiweiß, das Spongin, welches die Schwammnadeln bei einigen Arten sogar ersetzt.
Kieselschwämme (Sclerospongiae)
Die meist klumpigen, aber oft farbenfrohen Kieselschwämme kommen ab der Uferzone vor. Einige Arten dringen sogar bis in 5000 m Tiefe vor! Ihr Skelett besteht aus Kieselnadeln mit und ohne Spongien, teilweise auch nur aus diesem zähen Eiweiß.
Meerorange (Tethya lyncurium)- kugelige Form mit zahlreichen Warzen an der Außenseite
- häufig zwischen 15 und 30 m Tiefe auf schlammigen Sandböden
- bevorzugt unter Felsen und in Höhlen
Goldschwamm (Verongia aerophoba)
- 1 bis 2 cm dicke und 3 bis 6 cm lange Schlote
- leuchtend gelb
- tritt sehr häufig auf und kann auch sehr groß werden
Orangfarbener Strahlenschwamm (Spirastrella cunctatrix)
- derbe, flächige Kruste
- leuchtend orange bis rot
- häufig an dunklen Stellen, zum Beispiel an Höhlenwänden und -decken
![]()