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Wissenschaftliches Tauchen gemäß den Internationalen Regeln der CMAS

Tauchen ist eine beliebte Sportart, die relativ schnell erlernt werden kann. Unter Wasser zu arbeiten, verlangt allerdings erweiterte Fertigkeiten, insbesondere eine perfekte Balance. Im zunehmenden Maße befassen sich Geowissenschaftler, Biowissenschaftler und Archäologen mit Objekten, die unter Wasser liegen und damit ein Arbeiten unter Wasser erfordern. Liegen die Objekte in grossen Wassertiefen, dann sind diese nur mit speziellen Tauchbooten erreichbar und erforschbar. Liegen die Objekte aber nur wenige Zehner Meter unter dem Wasserspiegel, dann ist dies ein Bereich der durch Taucher und damit wesentlich kostengünstiger erreicht werden kann. Beispiele für wissenschaftliche Tauchprojekte sind archäologische Fundstellen (Beispiel: Alexandria), die sich unter Wasser befinden, weil der Wasserspiegel gestiegen ist und/oder der betroffene Kontinent-Teil abgesunken ist. Im Bereich der Hydrogeologie bieten Karstgrundwasserleiter aber auch untermeerische Zutritte von Grundwasser in Kartstgebieten spektakuläre und hochinteressante Projekte. Dies gilt gleichermassen für submarine hydrothermale Features (Fumarolen, heisse Quellen etc.). Die Untersuchung von Schiff-Wracks ist ein weiteres Forschungsgebiet, dies kann unter archäologischen, technischen, öklogischen (Wracks als künstliche Riffe) oder Versicherungstechnischen (Unfallforschung) Gesichtspunkten gesehen werden. Weitere Forschungsfelder sind eine naherzu unübersehbare Fülle von biologischen und ökologischen Fragestellungen (z.B. Wachstum von Riffen, ökologische Folgen von Abwassereinleitungen, Verhalten von Tier- und Pflanzengemeinschaften etc.)

Die TU Bergakademie bietet in Zusammenhang mit dem Universitätsportzentrum seit vielen Jahren bereits einen Kurs wissenschaftliches Tauchen an. Was lernt man in einem solchen Kurs? An erster Stelle, wie man sich durch richtiges Atmen optimal austariert. Ferner lernt man, wie man unter Wasser navigiert, Objekte vermisst und Funde/Befunde exakt in eine Karte einträgt. Ein weiterer Punkt ist die Probenahme: dies können Sedimentproben, Wasserproben, Gasproben, Pflanzenproben oder auch Tiere sein. Es geht aber auch darum, die Arbeiten unter Wasser mit Hilfe von Kamera oder Videokamera richtig zu dokumentieren. Dies geschieht im Team und erfordert somit auch eine perfekte Kommunikation unter Wasser. In machen Fällen kann auch die Verwendung von Kreislaufatem-Systemen (Rebreather) sinnvoll bzw. notwendig sein. Die Verwendung solcher Geräte kann somit ebenfalls im Rahmen des Kurses wissenschaftlichen Tauchen erlernt werden.

Erstmals im Jahr 2003 wurde der Kurs mit einem 2 wöchigen Tauch-Praktikum abgeschlossen. Wer kann an der Exkursion teilnehmen? Jeder Student der TU BAF, bevorzugt aber Geologen, Geoökologen und Studenten der Archäometrie. Diese müssen den Grundschein im Tauchen besitzen (kann im Wintersemster am Universitätssportzentrum erworben werden) und im Sommersemster den Kurs "wissenschaftliches Tauchen" absolvieren.

Wissenschaftliche Tauchexkursion 2006 in Sizilien. Studenten von anderen Universitäten sind willkommen. Mehr informationen hier....

Pressebericht dazu (ZEIT vom 11.09.2003)
Auswertung der Exkusion 2003
Homepage der Kroatienexkursion 2003
Pflanzen und Tiere Koroatienexkursion 2003

 

Im Studiengang Geologie/Paläontologie wird dieses Praktikum als KP III gemäß der DPO/STO von 1999 (Seite 48) im Modul Hydrogeologie anerkannt.(Kontakt: Prof. Merkel.). Bezüglich der Anerkennung als KP III in anderen Modulen bitte Rücksprache mit den jeweiligen Modulverantwortlichen nehmen.

Im Studiengang Geoökologie kann dieses Praktium auf Antrag an die Studienkommission oder den Verantwortlichen der jeweiligen Fachmodule im Hauptstudium als alternative Leistung gemäß der DPO/STO oder im Rahmen der Studienarbeit anerkannt werden (Kontakt: Dr. Richert für das Modul Ökologie, Prof. Merkel für das Modul Hydrogeologie)

Fragen zum Kurs beantwortet Frau Dr. Eckardt vom Universitätssportzentrum

Fotos vom wiss. Tauchen an der
TU BAF und ein Video (23 MB)

Wissenswertes:
Joint Global Ocean Flux Study (Wasserchemie) 1 2 3 4 5 6 7
Nutrient profiles (Almo) 1 2 3 4 5 6 7
Niederschlagsmessung auf dem Meer 1 2
Schall, Strömungsmessung und mehr... 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Unterwasserkommunikation 1 2 3
Unterwasserpositionierung 1 2 3 4 5
Schiffslacke und Tributyl-Zinn 1 2 3 4 5 6 7

 

Links:

Wissenschaftliches Tauchen in Freiberg
WDC-MARE (World Data Center for Marine Environmental Sciences)
Underwater Geosciences
Underwater Research
scientific scuba technologies

CMAS STANDARD FOR SCIENTIFIC DIVER

Geo-Dive
Unterwasserarchäologie 1 2 3 4
reef & leaf

mapping with gps
Diving Dictionary
STERILE SAMPLING OF AQUIFER BACTERIA (Karst)
North Pole Scuba Diving Program
Höhlentaucher im www

Underwater Research in Geology and Oceanography
Science Diving
European scientific diving
Forschungstauchen in Deutschland
Diving research links
Fotos und Videos
Stromboli Ausbruch 2007

 



© B. Merkel, 23.05.2007 http://www.geo.tu-freiberg.de/hydro/vorl_portal/wiss_tauchen/tauchen.html
 
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