Tiefengrundwässer

Bad Lausick




Allgemeine Beschreibung:

Bad Lausick befindet sich zwischen Chemnitz und Leipzig. Das Gebiet um Bad Lausick gehört zum Muldetal-Kreis und stellt den Übergang zwischen dem mittelsächsischen Bergland und der Leipziger Tieflandsbucht dar (GEISLER & TITTEL, 1991). Die durchschnittliche Höhe des Ortes beträgt 170 m über NN (GEISLER & TITTEL, 1991). Morphologisch liegt ein pleistozän überprägtes, leicht hügliges Terrain vor, das zusätzlich durch überwiegend in E-W und N-S Richtung verlaufende Vorfluter modelliert wird. Östlich von Bad Lausick befindet sich der Colditzer Forst, ein größeres Laubwaldgebiet. Die Umgebung von Bad Lausick wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Südwestlich von Bad Lausick befindet sich im Talbereich des Schildwiesenbachs eine größere Grünland-Fläche. Das "Herrmannsbad" befindet sich auf einem kleinen Hügel (höchste Erhebung ungefähr 185 m über NN (HOHL, 1962) nordöstlich des Stadtzentrums.


Literatur:

GEISLER, TITTEL (1991): Sächsisches Kur- und Bäderbuch. - 1. Auflage, CITY Verlag GmbH, Chemnitz

HOHL(1962): Die Heilquellen von Bad Lausick (Sa.), Krs. Borna. - Sonderdruck aus "Wissenschaftliche Zeitschrift der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg", math.-nat. XI/4, S. 471-490




Geschichte:

Die Heilwässer von Bad Lausick wurden 1820 entdeckt (GEISLER & TITTEL, 1991). Bereits vorher wurde in der Gegend Braunkohle im Tage- und im Tiefbau abgebaut. Offiziell wurde der Tiefbau 1870 eingestellt (HOHL, 1962). Die Errichtung des Kurparks erfolgte 1880. GOLDBERG (1904) berichtete von mehreren gefaßten Quellen, die "Hermannsquelle" und die "Albert-Quelle" werden dabei namentlich erwähnt. Der "Hermannsbrunnen" (oder "Hermannsquelle") wurde in der zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts stillgelegt (GLÄßER & JORDAN, 1998). Zur Zeit gibt es nach GLÄßER & JORDAN (1998) in Bad Lausick 5 nutzbare Brunnen. Aufgrund der geringen Geschütztheit des Einzugsgebietes der derzeitig genutzten Mineralquellen wurde im Herbst 1997 mit einer Tiefbohrung begonnen, die Thermalwasser erschließen und bei erfolgreichem Abschluß die oberflächennahen Quellen im Kurbetrieb ergänzen und eventuell ersetzen soll.


Literatur:

GEISLER; TITTEL (1991): Sächsisches Kur- und Bäderbuch. - 1. Auflage, CITY Verlag GmbH, Chemnitz

HOHL (1962): Die Heilquellen von Bad Lausick (Sa.), Krs. Borna. - Sonderdruck aus "Wissenschaftliche Zeitschrift der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg", math.-nat. XI/4, S. 471-490

GLÄßER & JORDAN (1996): Datenerfassung und-auswertung von Mineral- und Thermalwässern in Sachsen. - unveröffentlichter Abschlußbericht, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, HYDRO-GEO-CONSULT GmbH, Leipzig, Freiberg

Goldberg (1904): Die natürlichen Mineralwässer des Königreichs Sachsen - Auszug aus dem Vortrag vom 19. September 1903, 15. Bericht der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz, S. 74-108

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