Tiefengrundwässer

Bad Elster




Allgemeine Beschreibung:

Bad Elster liegt unweit von Bad Brambach im südwestlichem Vogtland. Der Ort befindet sich in einem N-S ausgerichteten Bereich des Flußtals der "Weißen Elster", ungefähr 15 km von deren Quelle entfernt. Die Mittelgebirgslandschaft wird von den relativ flachen Höhenzügen bestimmt. Die Landschaftselemente folgen hauptsächlich den Richtungen zwischen NW-SE bis WNW-ESE und zwischen NNW-SSE bis NNE-SSW. Die geographische Höhe des Gebietes um Bad Elster liegt zwischen 470 m und 530 m über NN. Das Gebiet wird überwiegend forstwirtschaftlich untergeordnet auch ackerbaulich genutzt. Kleinere Weideflächen existieren ebenfalls im Untersuchungsgebiet. Die Baumbestände werden vorrangig von Fichten bestimmt. Am nördlichen Rand des Ortes Bad Elster befindet sich ein kleinerer Torfmoor-Bereich, der früher balneologisch genutzt wurde.




Geschichte:

Die erste gesicherte namentliche Erwähnung von Bad Elster erfolgte im Jahr 1324 (GLÄßER & JORDAN, 1996). Die "Moritzquelle" (früher bekannt als Elster-Säuerling ) wurde erstmals durch LEIßNER (1669) erwähnt. Eine der frühesten chemischen Untersuchungen einer Elsteraner Quelle ("Moritzquelle") erfolgte 1799 durch LAMPADIUS. Die 1. Badesaison am damals königlich - sächsischen Staatsbad wurde 1848 eröffnet. Die einzelnen Quellen Bad Brambachs wurden in der Folgezeit häufig zusammengelegt, neuausgebaut und umbenannt. Während die "Moritzquelle" mehrmals umbenannt wurde, aber erst bei der Sanierung 1993 in die "Moritzquelle I" und die "Moritzquelle II" aufgeteilt wurde, liegt für diese Quelle aufgrund ihrer langen Existenz eine Vielzahl an Analysen vor. Die Marienquellen wurden im Zuge der Sanierung 1953 bis 1955 in die heute vorliegenden 3 Quellen unterteilt. Die Tiefbohrung "Sprudel I" wurde 1923 (GLÄßER & JORDAN, 1996) erbohrt. Folgende Quellen werden derzeit genutzt beziehungsweise saniert:

- Moritzquelle 1 und Moritzquelle 2,
- Marienquelle I, Marienquelle II und Marienquelle III,
- Salzquelle,
- Sprudel I, Sprudel II, Sprudel III und Sprudel IV.



Literatur:

GLÄßER & JORDAN (1996): Datenerfassung und-auswertung von Mineral- und Thermalwässern in Sachsen. - unveröffentlichter Abschlußbericht, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, HYDRO-GEO-CONSULT GmbH, Leipzig, Freiberg

LEIßNER (1669): ACIDULARUM ELISTRA. - Plauen

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