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Hydrogeologisches Versuchsfeld
Im Herbst 2001 wurde ein hydrogeologisches Versuchsfeld auf
dem Gelände der TU Bergakademie Freiberg durch die Fa. Ecotech, Bonn installiert.
Zu dem Versuchsfeld gehören insgesamt sechs Brunnen mit automatisch aufzeichnenden
Sonden, eine Unterwasserbohrlochkamera, ein Pump- und Probenahmesystem, eine
meteorologische Station, eine Bodensickerwasssergewinnungsanlage, Tensiometer
und FDR-Sonden sowie eine Eddy-Flux-Anlage und ein CO2-Bodenluft-Meßsystem.
Die Anlage im Wert von 230.000 € dient der Ausbildung und Forschung. Sie
wurde anteilig finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaftt (DFG) und
das Land Sachsen.
In diesem hydrogeologischen Versuchsfeld werden die Studenten
verschiedenster Studiengänge (Hydrogeologen, Geoökologen, Geotechniker,
Geophysiker) im Rahmen von Praktika ausgebildet und mit modernsten messtechnischen
Methoden vertraut gemacht. In Studien- und Diplomarbeiten können die Studenten
ihre Kenntnisse vertiefen und bereits Beiträge zu Forschungsprojekten liefern.
Das Versuchsfeld bieten eine Vielzahl von Forschungsmöglichkeiten: Bohrlochtomographie,
Tracerexperimente im Kluftgrundwasserleiter, Untersuchungen zur Infiltration
in die Gneiszersatzzobe (ein Bereich, der bislang noch sehr wenig erforscht
ist), Grundwasserströmung auf Klüften, Klima, Atmosphäre und
Bodenkunde.
Schematischer Aufbau des Meßfeldes:

Ausstattung des Meßfeldes:
- 6 Grundwassermeßstellen im Freiberger Gneis mit Tiefen zwischen 50
und 100 m (ein erstes Ergebnis)
- Grundwassersonden zur Messung der Parameter Wasserstand, Temperatur, elektrische
Leitfähigkeit, pH-Wert zur kontinuierliche Aufzeichung der parameter
in einem integrierten Datenlogger und Übertraung der Daten auf den zentralen
Datenserver
- Unterwasserbohrlochkamera zur Untersuchung von Bohrlöchern (Klüfte,
Kluftweiten, Wasserzutrittsstellen) und zur Überprüfung des Brunnen-
und Meßstellenausbaus
- Pumpe mit Packersystem zur horizontspezifischen Entnahme von Grundwasser
für die chemische Analytik und hydraulische Tests.
- Tensiometerfeld zur Messung der Kappilardrücke in 4 verschiedenen Tiefen
(40, 80, 150 und 300 cm), Aufzeichung der Meßwerte mit Datenlogger und
Übertragung auf zentralen Datenserver
- Messung der Wassergehalte in den 4 Tiefen mittels FDR-Sonden (spezielle
TDR-Sonde)
- Saugkerzen in den 4 verschiedenen Tiefen zur Entnahme von Sickerwasser mittels
eines elektronisch überwachten Unterdrucksystems. Alle Sensoren und Probenahmesysteme
(Tensiuometer, FDR-Sonden, Saugkerzen) in der ungesättigten Zone sind
unterflur eingebaut, so dass die Messfläche betreten und ganz normal
als Grasfläche bewirtschaftet werden kann.
- Bodengas-CO2-System
- Meteorologische Station
(Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Globalstrahlung, Luftdruck, Niederschlag,
Windrichtung &Windgeschwindigkeit in verschiedenen Höhen)
- Eddy-Flux-Anlage zur online Messung der Verdunstung
und des CO2-Transfer.
- Depositionssammler (nur nasse Deposition) mit automatischer Aufzeichnung
von Temperatur, elektrischer Leitfähigkeit und pH des Regens unter Ausschluß
von trockener Depostion
Bilder aus der Aufbauphase
Bilder Ende April 2002
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