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Vulkanberge der Kaskaden

von Jana Enghardt


Abb.1: Vulkane der Kaskadenkette 

Die Kaskaden Provinz bildet ein bogenförmiges Band, welches sich von British Columbia (Kanada) bis nach Nordkalifornien (USA) erstreckt, annähernd parallel zur Pazifischen Küstenlinie (Abb.1). Innerhalb dieser Region liegt eine Aneinanderreihung von vulkanischen Zentren. Westlich der Kaskaden taucht eine dichte, ozeanische Platte unter die Nordamerikanische Platte. Dieser Prozess wird als Subduktion bezeichnet. Aufgrund der hohen Temperaturen und Drücke können Wassermoleküle, die in den Mineralen der abtauchenden Platte eingeschlossen sind, entweichen. Der Wasserdampf steigt in den Mantel auf, der sich oberhalb der subduzierten Platte befindet. Dadurch wird ein Teil des Mantels geschmolzen. Dieser kann in Form von Magma zur Erdoberfläche aufsteigen, wo es zu Eruption und Bildung einer Vulkankette (Kaskaden Gebirgskette) über der Subduktionszone kommt. Die Entwicklung der Kaskaden begann vor ca. 36 Millionen Jahren und so lange die Subduktion weiter fortschreitet, wird diese Region vulkanisch aktiv sein (Abb.2).

Abb.2: Vulkanausbrüche in den Kaskaden innerhalb der letzten 4000 Jahren

Mount Rainier

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Mount Rainier ist ein Stratovulkan und befindet sich im westlichen Teil des Bundesstaates Washington. Dieser Vulkan ist der höchste (4392 m über N.N.) und drittumfangreichste in den Kaskaden nach Mount Shasta und Mount Adam.
Rainier gilt als gefährlichster Vulkan in der Kaskaden Gebirgskette. Grund dafür ist die zahlreiche Bevölkerung und die enorme Fläche und das große Volumen an Eis und Schnee an den Vulkanflanken, die theoretisch durch eine Eruption schmelzen könnten und Schuttströme bilden würden.
Die Flanken des Vulkans werden durch 5 große Flüsse (Carbon, White, Cowlitz, Nisqually und Puyallup) und deren Nebenflüsse entwässert. Jeder dieser Flüsse fließt westwärts durch die Kaskaden.
Der erste Ausbruch des Mount Rainier vollzog sich vor ca. 500000 Jahren. Große Eruptionen fanden vor ca. 1000 und 2300 Jahren statt. Aufgrund der großen Höhe von Mount Rainier und dessen nördliche Lage haben sich Gletscher tief in die Lava eingeschnitten, dies lässt den Vulkan älter erscheinen als er in Wirklichkeit ist. Die jüngste eruptive Phase erfolgte in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Mount St. Helens

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Mount St. Helens liegt im Südwesten von Washington und hat heute eine Höhe von 2549 m. Dieser Stratovulkan besteht aus Gesteinen, die nicht älter als 37000 Jahre sind. Für einen Vulkan diesen Ausmaßes lässt das auf eine anhaltend hohe, eruptive Aktivität schließen.
Der letzte Ausbruch fand am 18. Mai 1980 (8:32 Uhr) statt. Davor war St. Helens als „der Fuji von Amerika“ bekannt, da dessen symmetrische Schönheit des Japanischen Vulkans „Fujiama“ ähnelte. Durch die Eruption 1980 wurde 2,5 km3 Gesteinsmaterial aus der Magmenkammer herausgeschleudert. Die Höhe des Vulkans verringerte sich um 400 m. Den meiste Schaden richteten gigantische Flutmassen an, die durch das Abschmelzen des Schnees an den Flanken von Mount St. Helens entstanden waren. Die 12 km tief liegende Magmenkammer ist jedoch nicht vollständig entleert worden. In den letzten Monaten des Jahres 2004 wurde eine Zunahme der Aktivität von Mount St. Helens beobachtet, was auf eine erneute Eruption deuten kann.
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Crater Lake Caldera


Crater Lake liegt im Süden des Bundesstaates Oregon und ist mit ca. 589 m der siebttiefste See der Erde.
Vor ungefähr 40000 Jahren kam es zu einer gigantischen Eruption, in deren Verlauf 160 km3 Material aus dem Vulkan herausgeschleudert worden. Aufgrund des fehlenden Materials in der Magmenkammer ist der Krater eingestürzt und hat die heutige Crater Lake Caldera gebildet. Der ehemalige Vulkan an dieser Stelle wurde postum als Mount Mazama bezeichnet. Die ausströmende Lava versiegelte den Boden der Caldera, so dass sich ungefähr 17,4 Billionen Liter Wasser aus Niederschlag und Schneeschmelze in dem Becken ansammeln konnte. Aufgrund von vulkanischer Restwärme friert der See nicht zu.

Mount Shasta

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Mount Shasta ist 4317 m hoch und befindet sich im Norden des Bundesstaates Kalifornien. Dieser Stratovulkan beherbergt 5 Gletscher einschließlich Whitney Glacier, der der größte in Kalifornien ist.
Shasta besteht aus überlappenden Kegeln, die in vier oder mehr hauptsächlichen Ausbruchkanälen zentriert sind. Zwei der Haupteruptivzentren von Mount Shasta sind der Shastina und Hotlum Kegel, welche im Holozän angelegt worden. Die Entwicklung des magmatischen Systems von Mount Shasta begann jedoch schon vor ca. 600000 Jahren. Untersuchungen ergaben, dass seit ungefähr 10000 Jahren der Vulkan mindestens aller 600 bis 800 Jahren eruptiert. Der letzte Ausbruch fand 1786 statt.

Lassen Peak

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Lassen Peak ist der südlichste Vulkan in der Kaskadenkette und befindet sich im Bundesstaat Kalifornien. Dieser Stratovulkan misst eine Höhe von 3187 m und gehört zum Lassen Vulkanzentrum.
Vor ungefähr 600000 Jahren bildeten Eruptionen einen großen Vulkan, der als Mount Tehama bezeichnet wurde. Dieser Vulkan wurde später inaktiv und zum größten Teil erodiert. Anschließende Eruptionen im Lassen Vulkanzentrum bildeten mehr als 30 steilwandige Lavadome. Lassen Peak ist einer der jüngsten Vulkane dieses Vulkanzentrums, die in den letzen 50000 Jahren geformt worden. Die letzte Eruption des Lassen Peak fand von 1914 bis 1917 statt und galt bis zum Ausbruch des Mount St. Helens im Jahre 1980 als einer der letzten Ausbrüche eines Vulkans der angrenzenden 48 Bundesstaaten.

Quellen:

  • http://vulcan.wr.usgs.gov/
  • Feldbuch Jana Enghardt; Aufzeichnungen 2004
  • Alt, David D. und Hyndman, Donald W.; Roadside Geology of Washington; August 2004; 14. Auflage



© N. Volkmann, 15.01.2005 http://www.geo.tu-freiberg.de/brennstoff/exkursionen/USA

 
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