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![]() ![]() Lehrstuhl f. Brennstoffgeologie ![]() |
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![]() The Great Salt Lakevon Ines Kurmies ![]() GeschichtlichesSpanische Missionare kartierten
den See erstmals 1776 nach Informationen von Indianern. Es
dauerte noch weiter 50 Jahre bis wissenschaftliche Expeditionen das
Gebiet erforschten.1849 wurde der Bereich des Sees von einer Gruppe von
Pionieren der US-Armee erstmalig vermessen.
Nach der Immigration der Mormonen 1847 kam es zu einer schnellen Besiedlung des Gebietes. Mit Hilfe von Bewässerungsanlagen gelang es ihnen das karge Land zu bebauen. Die erste transkontinentale Eisenbahn um den See herum folgte 1869. 1902 begannen die Planungen für eine Bahntrasse über den See, die erst 1957 umgesetzt wurde. Das semipermeable Material, welches für den Bahndamm verwendet wurde, sollte einen Wasseraustausch zwischen den beiden Teilen ermöglichen. Jedoch stieg im Südteil der Pegel aufgrund der Zuflüsse höher als im Nordteil, der seinerseits salziger wurde. Aufgrund der Salinitätsunterschiede siedelten unterschiedliche Bakterien in den Seeabschnitten, weshalb es zu einer Kuriosität kam. Die Bakterien im Nordteil ließen das Wasser rosa erscheinen während der Südteil blau schimmerte. Zur besseren Zirkulation und zum Ausgleich des Pegels wurde 1984 eine Brücke im Bahndamm angelegt. Geologie und WasserhaushaltTertiäre vulkanische
Eruptionen blockierten den Zufluss des Bear River in den Snake River,
welcher daraufhin seine Fließrichtung nach Süden in das
Great Salt Lake Becken änderte. Diese tiefste geschlossene Senke
im Osten der tektonisch entstandenen Basin and Range Province
besaß keinen natürlichen Abfluss. Im Pleistozän kam es
auf Grund des kühleren Klimas zu einem erhöhten
Wassereintrag. Die Verdunstung verringerte sich, die
Niederschläge und Gletscherbildungen in den umliegenden Bergen,
die das Einzugsgebiet des Sees darstellten, verstärkten sich.
Dadurch stieg der Wasserspiegel kontinuierlich an und es bildete sich
ein als „Lake Bonneville“ bezeichneter See, der sich mit einer
Länge von 523 km und einer Breite von 217 km von Utah bis nach
Ost-Nevada und Süd-Idaho erstreckte.
![]() Abb.1: Ausdehnung des Lake Bonneville Der mehr als 300 m tiefe See
hatte viele Inseln, die heute als „mountain ranges“ bekannt sind. Je
nach Wasserzufuhr, Verdunstung und Grundwasserhöhe veränderte
sich der Wasserspiegel. In Stagnationsphasen bildeten sich Terrassen
oder Bänke mit Kies- und Karbonatlagen. Sie werden als
„shorelines“ bezeichnet und sind noch heute an den Berghängen und
Inseln zu erkennen.
Vor 16.800 Jahren erreichte der Wasserspiegel ein Niveau, das einen Durchbruch und somit die Entwässerung in die Snake River Drainage ermöglichte. Es kam zu einer Flut, bei der der Wasserspiegel innerhalb eines Jahres um 114 m sank. Der Lake Bonneville stabilisierte sich. Als das Klima nach der Eiszeit wieder wärmer und trockener wurde, begann der See zu schrumpfen. Strandablagerungen liegen sogar teilweise tiefer als der Wasserspiegel vom heutigen Great Salt Lake, was zu der Vermutung veranlasst, dass der See einst zeitweise ganz trocken gefallen war. Vor ungefähr 11.000 Jahren begann die Versalzung des Wassers und somit die Entwicklung des Great Salt Lake. Der heutige Große Salzsee hat eine Länge von 114 km und ist durchschnittlich 50 km breit. Seine Fläche beträgt 4.400 km2, was etwa der 8-fachen Fläche des Bodensees entspricht. Die Durchschnittstiefe beträgt allerdings nur 4 m. Er besitzt 10 Inseln, die größte davon ist Antelope Island. Der Great Salt Lake ist mit einem Salzgehalt von 27 % nach dem Toten Meer das zweitsalzigste Salzigste Gewässer der Erde. Er ist damit 6-mal salziger als Ozeanwasser. ![]() Abb.2: Gewitterstimmung über Antelope Island In den flachen Ebenen des
Beckens können erhöhte Niederschläge starke Auswirkung
auf den Wasserspiegel und die Fläche des Sees haben. Im
regenreichen Jahr 1986 erhöhte sich beispielsweise der
Wasserspiegel um 3 m. Die Fläche des Sees vergrößerte
sich dabei auf 6.343 km². Wenn diese mit Schlamm
überspülten Areale trocknen, werden sie für die
„Bonneville Flats“ (Hochgeschwindigkeitsrennen) genutzt.
Der See hat ein Einzugsgebiet von 55.682 km² und wird hauptsächlich von den 4 großen Flüssen Bear River, Weber River, Ogden River sowie Jordan River gespeist. Er ist ein „terminal lake“, was bedeutet, dass dieser See keine Abflüsse besitzt. Der einzige Wasserverlust erfolgt durch die Evaporation (Verdunstung). Das hat wiederum den hohen Salzgehalt zur Folge. Die Salze werden angereichert und zum Teil als Evaporite abgelagert. Das im Seewasser gelöste Salz besteht hauptsächlich aus Natrium und Chlorid. Jedoch durch das Auftreten von Nebenelementen wie Sulfat, Magnesium, Kalzium sowie Kalium kann das Salz jedoch nicht für die Nahrungsmittelindustrie gewonnen werden. Insgesamt wird eine Menge von 4,5 bis 4,9 Mrd. Tonnen gelösten Salzes vermutet, wobei mit einem jährlichen Eintrag von 2,2 Mio. Tonnen gerechnet wird. ![]() |
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![]() ![]() © N. Volkmann, 15.01.2005 http://www.geo.tu-freiberg.de/brennstoff/exkursionen/USA |
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