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Butte  Montana

Katja Möbius


Die Stadt Butte befindet sich im Bergland von Montana. Der Staat Montana besitzt etwa die Größe von Deutschland, aber nur 1 % der Einwohner Deutschlands. Der größte Teil des Staates wird land- und forstwirtschaftlich genutzt.

Butte besitzt nach dem Stand von 2000 etwa 33 900 Einwohner und eine Fläche von 1 856 km², somit kommen 18,3 Einwohner auf 1 km².
Butte wurde durch den Bergbau bekannt und nennt sich Freiberg Nordamerikas. 1850 wurde die Flußsenke mit einem großen Reichtum an Gold entdeckt. Goldsucher strömten in das Tal und 1851 hatte "Butte City" bereits mehrere 100 Einwohner. Bereits in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt als Bergarbeitercamp gegründet.


Abb. 1: Die Stadt
Butte
Foto: Exkursionsteilnehmer 2008


Zwischen 1860 und 1864 wurden unter anderem 80 t Gold, 7,3 Mio t Kupfer, 20 000t Silber und 2,2 Mio t Zinn abgebaut. Insgesamt wurden in Butte in mehr als 20 Gruben auf 18 km² über 300 Mio t Erz abgebaut. 1874 kam eine Person, die alles veränderte, Marcus Doly. Unter seiner Leitung entstand das wohl bekannteste Monopol, Anaconda Copper Mining Co. Durch das Kupfer wurde Butte Hill zum "reichsten Hügel der Welt". Es wird geschätzt, dass täglich ca. 140 000 Tonnen Erz und Gestein bewegt wurden. Pro Stunde wurden fast 2 000 Tonnen Erz über Förderbänder an die Erzschmelze transportiert. Dieses Geschäftsgebäude ist das einzige was noch in Butte City übrig blieb. Der wirtschaftliche Erfolg hatte auch beträchtliche Nachteile, die Arbeitsbedingungen waren schlecht und man sprach von einem Pulverfass. Im Jahre 1883 arbeiteten ca. 2 000 Bergleute untertage, im Jahre 1916 waren es ca. 15 000.
Am 18. Juli 1917 fiel ein elektrisches Kabel in einen der Schächte hinein. Der stellvertretende Vorarbeiter Ernest Sullau inspizierte das Kabel, er kam mit seiner Karbidlampe an das paraffingetränkte Kabel und dies fing Feuer und das Pulverfass ging hoch. Bei dieser verheerenden Katastrophe verbrannten 168 Männer.
Zu Ehren der Opfer des Feuers und der getöteten Bergleute wurde 1996 ein Denkmal errichtet (siehe Abb.2).



Abb. 2: "Our Lady of the Rockies"
Foto: Exkursionsteilnehmer 2008

 Der quarzreiche Granit in Butte ist der größte Pluton in der Gegend, er stammt aus der Ober- und Unterkreide und besitzt keine tertiäre Grenze. Butte gehört zu den berühmtesten Ganglagerstätten der Erde. Bis 1950 war die Hauptbaumethode der Firststoßbau mit Versatz, dieser wurde vom Blockbruchbau abgelöst. 1955 wurde mit dem Übertagebau von erzärmeren porphyrischen Mineralisationen begonnen. Auch heute sind die Reserven noch riesig, sie umfassen etwa 10 Mio t reiche Kupfer- und Silbererze und circa 500 Mio t geringwertigere Kupfererze.

Aus der Sicht der USA ist Butte einer der größten Bergbaubezirke der Welt mit einer über 119 Jahre andauernde Produktionszeit.

 

Geologie

 

Ausgangspunkt der Erzgänge ist der Quarz-Horizont, er besteht aus 45 % Quarz, 40 % Orthoklas und aus 15 % bis 20 % Plagioklas, Biotit und Hornblende. Es existieren einige wenige Aplite und Pegmatite. Bei Butte befindet sich der größte Plutonit des kretazischen Boulder Batholiths, welcher an der Grenze Oberkreide, Tertiär entstand. Nach der Intrusion wurden die größeren Teile des Gebietes von rhyolitischen und dazitischen Laven bedeckt.
In Butte existieren zwei verschiedene Typen von Erzgängen. Die Gänge, welche vor dem Hauptstadium entstanden, enthalten disperse Kupfer- und Molybdän- Mineralisationen. Diese sind besonders im oberen und zentralen Bereich der Vererzung zu finden. Im gesamten Komplex befinden sich Anacondagänge, diese sind 6 – 10 m mächtig mit gelegentlich bis zu 30 m mächtigen Verbreiterungen. Heute erreicht die Zone tektonisch bedingt die Erdoberfläche.
Die eigentlichen Gänge besitzen nur eine Mächtigkeit von wenigen Zentimetern. Sie sind weit verzweigt und durchsetzen so das gesamte Gestein.
Während der Mineralisation drang Quarzporphyr ein, dessen Gänge die bereits vorhandenen Erzgänge kreuzten und welche wiederum von späteren Erzgängen durchschlagen wurden.
Die Erzgänge sind bis 1 800 m unterhalb der Rasensohle abbauwürdig, bis heute wurde allerdings nur eine Abbautiefe von 1 600 m erreicht.


Abb. 3: Tagebau Butte, durch eindringendes Kupfersulfid bekommt der See eine bräunliche Farbe.
Foto: Exkursionsteilnehmer 2008




© N. Volkmann, 28.08.2009 http://www.geo.tu-freiberg.de/brennstoff/exkursionen/USA

 
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